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                Wat Arun:                    Tempel der Morgenröte und glitzerndes Juwel am Bangkok River

Bangkok: Wat Arun am Chao Phraya

Mit der Fähren zum Wat Arun nach Thonburi

 

Neben Wat Phra Kaeo und Wat Po, ist Wat Arun der Dritte im Bunde jener Tempel, die von keiner Reiseagentur ausgelassen werden sollten. Verlässt man Wat Po durch den Hinterausgang in Richtung Chao Praya gelangt man zum Than Tien Pier. Vorbei an einem kleinen Markt und ein paar Antiquitätenhändlern. Dort ein Ticket für die Fähre lösen, die einem zum Ziel dieser kurzen Reise in Worten bringt:

Wat Arun, der Tempel der Morgenröte.

Wat Arun

Wat Arun: Verbunden mit der Chakri Dynastie

 

Man befindet sich jetzt in Thonburi. Der Teil von Bangkok, der nach dem Fall von Ayutthaya zur Hauptstadt des Königreichs von Siam erhoben wurde. Rama I soll es gewesen sein der dem Tempel diesen Namen gab. Noch vor der Zeit seiner Machtübernahme, war er von der Schönheit dieses Wat in der Morgendämmerung so betört, dass er sich für diese Bezeichnung entschied. Unter König Taksin, brachte Chao Phraya Chakri, der spätere Rama I, den bekannten Smaragd Buddha aus Vientiane nach Bangkok.

 

Nach der Machtübernahme, verlegte Rama I den Smaragd Buddha von Thonburi auf die gegenüberliegende Seite des Chao Praya. Wat Phra Kaeo wurde erbaut und war von nun an die neue Heimat der sagen-umwobenen, alljährlich von Touristenscharen und buddhistischen Pilgern besuchten Buddha Figur.

 

In den nächsten Jahrzehnten, unter der noch heute regierenden Chakri Dynastie, entwickelte sich der Wat in seiner Ausgestaltung sukzessive weiter. Die Prangs wurden höher und prächtiger und unter Rama IV, erhielt der Wat den heutigen Namen Wat Arunratchawararam. Ein Prang ist ein aus der Architektur der Khmer stammender Tempelturm. Die Gestaltung des Prang stellt mit seiner Pracht aus bunten Glassteinen und chinesischem Porzellan den Aufbau des Kosmos dar. Wie so oft in Thailand, wird hier die Verbindung zwischen Hinduismus und Buddhismus deutlich.

Abstieg von einem Prang

Im Tempelareal von Wat Arun

 

Der Mittelpunkt des Tempelareals ist ein zentraler Prang von über 70 Meter. Von allen vier Seiten, führt jeweils eine Treppe auf die nächsthöhere Ebene welche von Dämonen und Affen getragen werden. Dem Besucher begegnen Figuren die halb Vogel, halb Mensch verkörpern. Über den Treppen thront der Hindugott Indra mit dem Elefanten Erawan. An der Spitze des Prang, Vishnu auf dem mythischen Vogel Garuda reitend.

 

An riesigen steinernen chinesischen Kriegern vorbei, kann sich der Reisende nun an den Aufstieg wagen. Doch es ist Vorsicht geboten, denn so mancher Abstieg entwickelte sich schon zu einer Zitterpartie. Schmale Treppen und die Höhe, können zu einem Problem für schwindelanfällige Besucher werden. Belohnt wird der Aufstieg aber mit einem wundervollen Blick auf diese lebhafte Stadt und ihren Fluss.

Mondop im Areal des Wat Arun

Auf dem Areal des Wat Arun, befindet sich ein entzückender, sehenswerter Mondop. Ein kleiner, viereckiger Tempel in dem ein Fuß-abdruck des Buddha zu sehen ist. Dieser etwas abseits gelegene kleine Tempel ist mit seinen Blumenmustern und den zarten Klängen vieler kleiner Glöckchen ein Ort der Ruhe. Eine nette Möglichkeit ein schattiges Plätzchen zu erhaschen um der Hitze

für kurze Zeit zu entfliehen.

 

Sehenswert ebenso die Ordinationshalle des Tempels. Wandmalereien erzählen hier die letzten zehn Leben von Buddha. Obwohl Wat Arun in den letzten Jahren immer mehr Touristen an sich zieht, vermittelt er noch immer ein Gefühl von Ruhe und Einkehr.

Wat Arun bei aufziehendem Gewitter

Sonnenuntergang und der Wat Arun

 

Auf dem Weg zurück zum Pier, geht es vorbei an Getränkeständen und Verkäufern von Souvenirs. Hat man Glück, sieht man auch Schausteller mit exotischen Darbietungen verschiedenster Art.

 

Kenner der Stadt meinen, dass der "Tempel der Morgenröte"  allerdings am Schönsten während des Sonnenuntergangs sei.


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