Meine Reisen zu Geschichte, Kultur und Spiritualität Orientierungen.at
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Schönheiten des ISLAM

„Warum bist du Muslim? Warum bist du konvertiert?“

 

Immer dieses „Warum“ um etwas zu erklären das in unserer Gesellschaft viele nicht nachvollziehen können. Beziehungsweise immer dieses Fragen nach Erklärungen und Erkenntnissen. Es liegt mir fern mich mit Muhammad Asad zu vergleichen, diese Zeilen sprechen mir aber aus der Seele, und geben jene Antwort (für kalte Denker meist unzureichend) wieder,  welche ich immer auf die Fragen nach „Ursache und Grund“ meiner Entscheidung geben muss.

 

Aus Muhammad Asad, Islam am Scheideweg, Vorwort:

 

…“Warum hast du den Islam angenommen? Was hat dich besonders angezogen?“ – und ich muss gestehen: Ich weiß keine richtige Antwort. Es war keine bestimmte Lehre, die mich anzog; vielmehr die ganze wundervolle, unerklärliche schlüssige Anordnung von moralischer Lehre und praktischer Lebens-anleitung. Ich kann selbst jetzt nicht sagen, welcher Aspekt mich mehr anspricht als irgendein anderer. Der Islam erscheint wie ein perfektes Werk der Architektur. Alle Teile ergänzen und unterstützen einander harmonisch. Nichts ist überflüssig, nichts fehlt: ein völliges Gleichgewicht auf solidem Fundament. 

Muhammad Asad

 

 

 

Als Jude geboren, in seiner Heimat Österreich unbekannt, ist MuhammadAsad mit seinem Werk und

der Übersetzung des Koran ein

Mittler islamischer Werte

in die europäische Kultur. 

 

>>>Artikel über Muhammad Asad

 

 

Die Rechtsschulen des Islam, der Ausdruck von Pluralität dieser Religion, werden im Arabischen als

Madhab bezeichnet.

Der Begriff bedeutet in der Übersetzung so viel wie Weg oder auch Methode. 

 

>>>Zum Artikel

Allahu a'lam - Gott weiß es besser

 

Mit diesem Satz haben die Gelehrten ihre Ansichten und Interpretationen abgeschlossen. Damit betonen die Gelehrten, dass das Ergebnis ihres Bemühens keineswegs sakraler Natur ist.

 

Aus: Ali Ghandour, Einführung in die islamische Normenlehre

„Das erste Beispiel einer offenen, ideologischen Gesellschaft im Gegensatz zu den geschlossenen, rassisch oder geographisch bedingten Gesellschaftsformen der Vergangenheit. Die islamische Botschaft forderte und gebar eine Zivilisation, in welcher der Nationalismus keinen Platz hatte, in welcher es keine Klasseninteressen gab, keine Klassenunterschiede, keine Kirche, kein Priestertum, keinen erblichen Adelsstand und überhaupt keine Privilegien. Das Ziel war, eine Theokratie in der Beziehung zu Gott und eine Demokratie in den Beziehungen zwischen den Menschen zu errichten“

 

Muhammad Asad

Sura 2:143 – al Baqara (Die Kuh)

Und also haben Wir gewollt, dass ihr eine Gemeinschaft des Mittelweges seid...

 

Kommentar von Muhammad Asad:

Wörtl. : „mittelste Gemeinschaft“ – d.h. eine Gemeinschaft, die ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen den Extremen einhält und in ihrer Bedeutung der Natur und der Möglichkeiten des Menschen realistisch ist und sowohl Zügellosigkeit als auch übertriebene Askese ablehnt.

 

Im Einklang mit seinem oft wiederholten Aufruf zur Mäßigung bei jedem Aspekt des Lebens ermahnt der Qur’an zwar die Gläubigen, den physischen und materiellen Seiten ihres Lebens keine übermäßige Bedeutung beizumessen, betont aber gleichzeitig, dass die Antriebe und Wünsche des Menschen, die mit diesen „fleischlichen Leben“ verbunden sind, gottgewollt und daher legitim sind. Bei näherer Betrachtung könnte man sagen, dass der Ausdruck „eine Gemeinschaft des Mittelweges“ gleichsam die islamische Haltung hinsichtlich des Problems der menschlichen Existenz als solcher zusammenfasst: eine Ablehnung der Ansicht, dass es einen inhärenten Konflikt zwischen Geist und Fleisch gibt, und eine beherzte Bejahung der natürlichen, gottgewollten Einheit in diesem zweifachem Aspekt des menschlichen Lebens.

 

...auf dass ihr (mit eurem Leben) Zeugnis für die Wahrheit vor aller Menschheit geben möget und dass der Gesandte Zeugnis dafür vor euch geben möge.

Kommentar von Muhammad Asad:

D.h. : „dass eure Lebensweise ein Vorbild für alle Menschheit sei, geradeso wie der Gesandte ein Vorbild für euch ist“. 

Blick auf Qibla und Mihrab - Aziziye Moschee in Wien 15

 

Mihrab

Die Gebetsnische, Mihrab, zeigt in einer Moschee die Gebetsrichtung 

 

Qibla

Die Gebetsrichtung in der sich die Gläubigen wenden 

Sura 96  al-Alaq (Die Keimzelle)

Bei den ersten fünf Versen dieser Sure handelt es sich um die ersten Verse überhaupt welche herabgesandt wurden.  Muhammad war in  seinem 40. Lebensjahr als im letzten Drittel des Monat Ramadan die Offenbarung hier ihren Anfang genommen hat.

Lies im Namen deines Erhalters, der erschaffen hat

Den Menschen erschaffen hat aus einer Keimzelle

Lies denn dein Erhalter ist der Huldreichste

Der (den Menschen) den Gebrauch der Schreibfeder gelehrt hat

Den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste

 

Aus den Erläuterungen von Muhammad Asad:

 

Der Akt der göttlichen Schöpfung wird fortwährend wiederholt. Bemerkenswert ist, dass diese erste qur’anische Offenbarung auf die Embryonalentwicklung des Menschen aus einer „Keimzelle „anspielt.  D.h. aus einer befruchteten weiblichen Eizelle. Die Primitivität und Einfachheit seines biologischen Ursprungs seinem intellektuellen und spirituellen Potential gegenüberstellt: eine Gegenüberstellung, die klar auf die Existenz eines bewussten, der Erschaffung des Lebens zugrunde liegenden Entwurfes und Zweck hindeutet.

 

„Schreibfeder“ wird als Symbol für die Kunst des Schreibens gebraucht, oder spezieller für alles mittels Schreiben festgehaltene Wissen. Die einzigartige Fähigkeit des Menschen mit Hilfe schriftlicher Aufzeichnungen seine Gedanken, Erfahrungen und Einsichten von Individuum zu Individuum, Generation zu Generation und einer kulturellen Umgebung zu anderen weiterzugeben, versieht alles menschliche Wissen mit einem kumulativen Charakter. Jeder Mensch nimmt teil an der Wissensakkumulation der Menschheit. Es wird vom Menschen gesagt, dass „Gott ihn“ Dinge „lehrt“, die der einzelne Mensch nicht von sich aus weiß – und in der Tat nicht wissen kann. 

Moschee in Ajmer/Rajasthan

 

 

 

 

Von der Orthodoxie oft bekämpft, als Volksglaube verwurzelt,

ist der Sufismus wesentlicher Bestandteil des Islam.

 

Die Vielfalt dieser Religion und die Suche nach Gottes Liebe

 

>>>Zum Artikel über den Sufismus

In den Himmeln wie auch auf Erden sind fürwahr Botschaften…

 

Sure 45:3

Siehe, in den Himmeln wie auch auf Erden sind fürwahr Botschaften für alle, die (willens sind zu) glauben.

Sure 45:4

Und in eurer eigenen Natur und in (der von) allen Tieren, die Er (über die Erde) verstreut, sind Botschaften für Leute, die mit innerer Gewissheit versehen sind.

Kommentar Muhammad Asad:

Die komplizierte Struktur der Körper von Mensch und Tier und die lebenserhaltenden Instinkte, mit denen alle Lebewesen versehen worden sind, machen es praktisch unmöglich, anzunehmen, dass sich all dies „zufällig“ entwickelte; und wenn wir annehmen, wie wir müssen, dass dieser Entwicklung ein schöpferischer Zweck zugrunde liegt, müssen wir auch schließen, dass er von einer bewussten Macht gewollt ist, die alle natürlichen Phänomene  in Übereinstimmung mit einer inneren Wahrheit erschafft.

 

Sure 45:5

Und in der Aufeinanderfolge von Nacht und Tag und in den Mitteln der Versorgung, die Gott vom Himmel herabsendet, damit der Erde Leben gebend, nachdem sie leblos gewesen, und im Wechsel der Winde: (in all diesem) sind Botschaften für Leute, die ihren Verstand gebrauchen.

 

Kommentar Muhammad Asad:

D.h.: Regen, mit der symbolischen Bedeutung von physischer und spiritueller Gnade, die im Qur’an oft mit ihm verbunden wird. 

 

Dschala ad din ar Rumi

 

 

 

Die Verse des islamischen Mystikers Rumi kreisen stets um die Liebe zu Gott.

 

Dschala ad din ar Rumi ist wohl einer der bekanntesten Sufi in der Mystik des Islam. 

 

>>>Zum Artikel: 

 

Minbar im Islamischen Zentrum Wien

 

 

Minbar:

Kanzel einer Moschee, meist in Nähe der Gebetsnische,  wo Freitags- und Festpredigten gehalten werden. 

 

Sura 2: 286  al-Baqara (Die Kuh)

Gott belastet keinen Menschen mit mehr, als er gut tragen vermag: zu seinen Gunsten wird sein, was immer Gutes er tut, und gehen ihn, was immer Übles er tut.

O unser Erhalter! Ziehe uns nicht zur Rechenschaft, wenn wir vergessen oder unwissentlich Unrecht tun! O unser Erhalter! Erlege uns nicht eine solche Last auf, wie Du sie jenen auferlegt hast, die vor uns lebten!

 

Erläuterung von Muhamad Asad:

Dies bezieht sich auf die schwere Last der Rituale, die das mosaische Gesetz den Kindern Israels    auferlegt, wie auch auf den Weltverzicht, den Jesus seinen Anhängern anempfahl.

 

O unser Erhalter! Lasse uns nicht Lasten tragen, die wir zu tragen keine Kraft haben!  Und tilge Du unsere Sünden, und gewähre uns Vergebung, und erteile uns Deine Barmherzigkeit! Du bist unser Höchster Herr: stehe uns denn bei gegen Leute, welche die Wahrheit leugnen! 

Kaaba in Mekka

 

 

Hadsch, die Pilgerfahrt im Islam.

Millionen muslimische Gläubige pilgern alljährlich zur Kaaba nach Mekka um ihren religiösen Pflichen nachzukommen. 

 

zum Hadsch Artikel


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