Südostasien, Indien, Wien und Überlegungen über die es zu schreiben lohnt
Südostasien, Indien, Wien und Überlegungen                                              über die es zu schreiben lohnt            

               Der Neptunbrunnen                    Des  Meeresgottes kleine Heimat in Schönbrunn

Nach Durchschreiten der Schlossanlage, fällt das Auge des Besuchers zwangsläufig auf die Gloriette und dem Neptunbrunnen. Obwohl vielleicht dieser durch die Erhabenheit der Gloriette zunächst aus dem Blick fällt, ist er es wert näher betrachtet zu werden.

Wien: Schloss Schönbrunn

Der Neptunbrunnen bildet den Übergang zwischen dem weiten Parterre, die Bezeichnung dieser vorliegenden Gartenanlage, und der Anhöhe wo sich die Gloriette über den Schlosspark erhebt und den Blick auf die Donaumetropole freigibt.

Das Parterre mit Blick in Richtung Neptunbrunnen und Gloriette

In Auftrag gegeben von Maria Theresia, begann Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg im Jahre 1776 mit der Errichtung dieses Ensembles aus Sterzinger Marmor.  Nach vier Jahren Bauzeit war der Brunnen fertig und nicht mehr wegzudenkend aus dieser beeindruckenden Kulisse. Imposant und massiv thront hier Neptun mit seinem Dreizack, auf einer riesigen Muschel stehend, zwischen einer Nymphe und der Meeresgöttin Thetis.  Diese  für Ihren Sohn Achill, seine Seefahrt nach Troja steht bevor, göttlichen Beistand einfordernd.  Abgegrenzt bzw. umgeben wird das Ensemble durch eine Gruppe von vier Tritonen, Gestalten welche halb Mensch/halb Fisch sind, sich bemühend die Meerespferde, die Hippocampen, zu bändigen. Unter der den Gott tragenden Muschel sehen wir eine Grotte welche mir schon als Kind immer die Frage aufgeworfen hat was sich dort verbergen mag.

Wien - Schönbrunn: Neptunbrunnen

Vom Sockel aus ergießen sich die Wasserströme in das vorliegende Bassin. Ob Sommer, Winter oder windige, regnerische Übergangszeit. Stimmungsvoll ist dieser Brunnen allemal. Nicht zu vergessen die Enten welche sich darin tummeln. Verstärktes Touristenaufkommen trägt allerdings nicht unbedingt zur Erhöhung der Attraktivität bei, und es scheint als ob sich auch die Enten davon abschrecken haben lassen und sich in ruhigere Gebiete verzogen haben.

Tritonen am Neptunbrunnen

Erst seit der letzten Sanierung ist ein ständiger, durchgehender Wasserbetrieb möglich. Zu früheren Zeiten, und in Zeiten der Not, wurden die Wassermassen nur zu bestimmten Anlässen losgelassen. Das Ganze dieser Anlage ist als ein Gleichnis zu verstehen, ein Gleichnis wo die stürmende See und sein Beherrscher Neptun das Wirken der Fürsten und ihre Regentschaft symbolisieren.

Tritone am Neptunbrunnen in Schönbrunn

Seit 1996 ist der Schlosspark Schönbrunn verdientermaßen ein

UNESCO-Weltkulturerbe.


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