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      Kunsthistorisches Museum:        Kunst und Klassizismus an der Wiener Ringstraße

Das Kunsthistorische Museum in Wien

Klassizismus an der Ringstraße

 

Das Kunsthistorische Museum, sowie sein Schwestergebäude das Naturhistorische Museum, sind zwei klassizistische Gebäude die nach dem Fall der Wiener Stadtmauer in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet wurden.

 

Am Maria Theresien Platz*, graziös und imposant. Ein Hort des Wissens, eine Darstellung von Wissenschaft und Forschung. Inhalt jeder schulischen Karriere sollte es sein, mehrmals diese Museen zu besuchen um sich im Staunen über die Leistungen der Vergangenheit (welche bis in die Gegenwart wirken) zu verlieren. 

Maria Theresia Denkmal

Der Maria Theresien Platz in Wien

 

Wo die Erzherzogin und Königin thront, umgeben von ihrem engsten Beraterstab. Wo ehemalig sich das Glacis vor der Stadtmauer erstreckte und sich nach deren Abriss das aufstrebende, reiche Bürgertum seine Palais errichtete. Wo die expandierende Stadt in kürzester Zeit einen Zuwachs an Prachtbauten erlebte,  die heute zum  Weltkulturerbe  Wien beitragen. 

Kunsthistorisches Museum: Stiegenhaus

Willkommen im Kunsthistorischen Museum

 

Der relativ kleine Eingangsbereich, führt das Auge des Besuchers direkt in Richtung der Prunkstiege. Dort im Stiegenhaus (welch simples Wort für die sich hier entfaltende Schönheit), wo sich Gustav Klimt und Hans Makart mit ihrem Schaffen verewigt haben.

 

Einen lohnenden Blick hinauf zur Kuppel (an ihrer Spitze außen, Pallas Athene) richten und in Ruhe und Zugewandtheit den Augenblick auf sich wirken lassen.

 

Die Helle dieses Raumes basiert auf einer Verglasung, um möglichst viel Tageslicht zu nutzen und zur Geltung zu bringen. 

Aufgang im Kunsthistorischen Museum

Die Pracht des Aufgangs im KHM

 

Es war der Besitz und die Sammlerleidenschaft der Habsburger, welche die Grundlage für das Kunsthistorische Museum bildete. Nach der Ausschreibung eines Wettbewerbs, wurde 1870 der Auftrag zur Erbauung des Museums an die Architekten Gottfried Semper und Carl von Hasenauer erteilt.

 

Unterschiedliche Auffassungen führten dazu, dass Hasenauer die alleinige Bauleitung übernahm. Im Oktober des Jahres 1891 wurde das Gebäude durch Kaiser Franz Joseph I offiziell eröffnet. 

Das Kunsthistorische Museum und die Weltkriege

 

Nach dem Ersten Weltkrieg, hatte das Haus gegen Ansprüche der Nachfolgestaaten der untergegangen Donaumonarchie zu kämpfen. Im Vertrag von St. Germain (der „Friedensvertrag“ mit den Siegerstaaten) wurde letztendlich eine für alle Seiten zufriedenstellende Regelung gefunden. Nicht ganz so einfach stellte sich die Situation nach dem Zweiten Weltkrieg dar.

 

Viele Exponate waren arisiertes Kulturgut und nach dem Ende des Krieges, unter den verschiedensten Gründen und Vorwänden, nicht an die ehemaligen Besitzerfamilien zurückgegeben worden.  Auf internationalen Druck hin, erfolgte Jahrzehnte später eine Klärung und die Rückerstattung vieler zu Unrecht erworbener Stücke. 

Das Museum besteht aus einer Gemäldegalerie, der Ägyptisch-Orientalischen Sammlung, einer Antikensammlung, der Kunstkammer Wien und dem Münzkabinett. Nicht zu vergessen die Bibliothek. 

Beeindruckend: Die Galerien

Die Gemäldegalerie im Kunsthistorischen Museum

 

Aus den Sammlungen der Habsburger entstanden, unterteilt sich die Gemäldegalerie in zwei große Abteilungen. Auf der einen Seite des Aufgangs befinden sich die Räume wo niederländische, flämische und deutsche Meister präsentiert werden.

 

Im gegenüberliegenden Galeriebereich sind es spanische, italienische und französische Maler die das Auge des Besuchers betören. Der Bestand zeigt Werke von Tizian, Rubens, Dürer, Bruegel dem Älteren sowie Rembrandt, Raffael und Caravaggio. 

Jüngling vom Magdalensberg

Die Antikensammlung

 

 

 

 

 

In der Antikensammlung entfaltet sich dem Besucher ein Zeitraum von über 3000 Jahren.  Von der Bronzezeit bis ins Frühmittelalter hinein. Bekannt, der Jüngling vom Magdalensberg aus Kärnten. 

Ägyptische-Orientalische Abteilung im KHM

Die Ägyptisch Orientalische Sammlung

 

Von der ägyptischen Vorzeit bis in das frühe Christentum erstrecken sich die hier zur Schau gestellten Objekte. Über 17.000 Stücke sind es, die aus den Gebieten Mesopotamiens, Ägyptens und der Arabischen Halbinsel den Weg in das Kunsthistorische Museum gefunden haben.

 

Höhepunkt ist die Kultkammer des Ka-Ni-Nisut und eine Löwendarstellung aus Babylon (ein Bestandteil des Ischtartores). Sarkophage und Mumien, Stelen und Götterfiguren sowie Gegenstände des Alltags der verschiedenen Epochen. 

Saliera von Benvenuto Cellini

Die Kunstkammer des Museums

 

Wer kennt sie nicht, die weltberühmte Saliera von Benvenuto Cellini. Ein für Franz I. von Frankreich hergestelltes Salz- und Pfeffergefäß das später in den Besitz der Habsburger übergegangen ist. Gold-schmiedearbeiten und Uhren allerfeinster Herstellung, Kuriositäten und Schönheiten durch die Habsburger in Auftrag gegeben oder erworben. 

Münzsammlung im Kunsthistorischen Museum

Das Münzkabinett

 

Selbstverständlich aus Beständen des Habsburgergeschlechts aufgebaut. 600.000 Stücke kann das Museum sein Eigen nennen. Geld, Medaillen und Orden verteilen sich über drei Säle. Über den Seiteneingang des Gebäudes zu erreichen, ist die Museumsbibliothek mit ihren Gesamtbestand von über 250.000 Bänden. 

Noch einiges zum Kunsthistorischen Museum

 

Dem Kunsthistorischen Museum angeschlossen sind die Wagenburg im Schloss Schönbrunn, sowie die Sammlungen in der Neuen Burg, die Schatzkammer in der Hofburg sowie der Theseus Tempel im Volksgarten. Eine Außenstelle ist im Schloss Ambras in Innsbruck.

 

Ein Café ermöglicht dem Besucher eine kleine Pause. Umgeben von Kunst und Ästhetik. Der Verkaufsshop (ein Übel der Zeit) ist für mich jedenfalls in dieser Art und Weise verzichtbar.  Im Zeitalter grenzenloser Vermarktung sind mir solche, oft auch sehr ins Auge stechende „Shops“ ein Gräuel. Vielleicht dann sogar noch mit Spielzeug und Stoffpuppen. Aber gut, das ist ein persönliches Empfinden. 

Kunsthistorisches Museum

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