Südostasien, Indien, Wien und Überlegungen über die es zu schreiben lohnt
Südostasien, Indien, Wien und Überlegungen                                              über die es zu schreiben lohnt            

Johor Bahru – Gegenüber von Singapur

Vom südthailändischen Hat Yai aus ging es mit dem Bus Richtung Malaysia. Eine Fahrt von ungefähr 14 Stunden führte mich in den Süden der malaiischen Halbinsel.

 

Eine lange aber nicht langweilige Fahrt, ein sagenhafter Regenschauer und gutes Essen an den verschiedensten Autobahnraststätten. Nicht zu vergessen der Biss durch eines mir unbekannten Insekts welcher sich noch Monate auf meinem Bein zeigte. Bis heute habe ich keine Ahnung was es war, eine Art Infektion schien die Folge gewesen zu sein. Aber wie heißt es doch? Was dich nicht umbringt, das macht dich stark. 

2:30 a.m. -  Ankunft in Johor Bahru

 

Ausgestiegen in der Nähe eines Einkaufszentrums, sah ich mich einer Gruppe von Taxifahrern die sich blendend unterhielten. Etwas englischer small-talk und schon war das Eis gebrochen. Obwohl ich kein Wort verstanden habe, genoss ich diese humorvolle Runde, lachte mit und stellte wieder einmal fest das Lachen international ist. 

Johor Bahru, von der Bevölkerung einfach „JB“ bezeichnet, ist eine Stadt im Schatten ihres vis-a-vis Singapur.

 

Im Gegensatz zu ihrer Schwesternstadt, besitzt JB nicht denselben Bekanntheitsgrad als Reiseziel wie der multiethnische Tigerstaat zwischen Malaysia und Indonesien.

 

Gleichbedeutend für „Neues Juwel“, gibt Johor Bahru so einiges für den Reisenden her. Ein Ausflug nach Singapur ist aufgrund der Nähe eine Einladung. Mal abgesehen von den vielen kulinarischen Köstlichkeiten die einem in JB die Gaumenfreuden höher schlagen lassen.

 

Es lohnt sich in diese Stadt am Ende des eurasischen Festlandes zu reisen. Eine Stadt der Vielfalt, wie Malaysia selbst. Eine Stadt die expandiert und zu einem der Wirtschaftszentren Malaysias gehört. 

Mit einem Einzugsgebiet von mehr als zwei Millionen Menschen (die Nachbarstadt mitgerechnet, leben hier an die acht Millionen)  und der Nähe zu Singapur, erreichbar über eine Dammstraße dem „Causeway“, ist Johor Bahru eine Stadt der Zukunft. Wegen des oft hohen Verkehrs-aufkommens empfiehlt sich allerdings eine „tolerante“ Zeitplanung möchte man der Stadt auf der anderen Seite einen Besuch abstatten.

Kurze Geschichte von JB

 

Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet, verlegte der regierende Sultan seine Hauptstadt an diese Stelle. Dessen Sohn Abu Bakar gab der Stadt im Jahre 1866 ihren heutigen Namen. Die Stadt erfuhr ihre erste Blüte und durch starken chinesischen Zuzug kam es zum rasanten Anstieg der Bevölkerung. Die Entwicklung der Stadt schritt voran, die Abu Bakar Moschee, noch heute ein Ziel vieler Besucher, wurde in dieser Zeit errichtet. 

Nachdem Anfang 1942 die Japaner die Stadt in Besitz genommen hatten, begannen sie von hier aus mit der Eroberung Singapurs. Nach dem Ende des Weltkriegs wurde in Johor Bahru die „United Malays National Organisation“, kurz UMNO, gegründet. Eine bis heute bestimmende Kraft in der Politik Malaysias.

 

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam es dann zum wirtschaftlichen Aufschwung. Eine Entwicklung die noch nicht abgeschlossen ist. Baustellen prägen das Stadtbild. Fragt man die ansässige Bevölkerung, so werden viele Apartments und Hotels vor allem für finanzkräftige Gäste aus dem benachbarten Singapur errichtet. Freizeitparks und Einkaufszentren, Sauberkeit, Kulinarik und auch Tradition, so zeigte sich mir diese Stadt. 

Klima und Verkehr

 

Die maximale Durchschnittstemperatur liegt bei 32 Grad Celsius und sinkt selten unter 22 Grad ab. Also keine unangenehme Region für Menschen wie mich, Menschen die vor Europas Winter und seiner kalten Nässe auf der Flucht sind. Malaysia ist aber mehr als ein Fluchtpunkt vor Winter und Kälte.  

Das Busnetz von Malaysia ist nur zu empfehlen und so geht es aus den verschiedensten Richtungen nach Johor Bahru. Ebenso mit der Bahn, wo man Kuala Lumpur und Butterworth problemlos erreichen kann.

 

Innerhalb der Stadt allerdings wäre ein fahrbarer Untersatz empfehlenswert da der öffentliche Verkehr nicht dem meiner Heimatstadt Wien entspricht. Eine Inanspruchnahme eines Taxis ist also notwendig. Doch keine Angst, vielleicht vorher erkunden welches der „übliche“ Tarif ist, Probleme hatte ich keine, die Preise waren meist dieselben. Keine Unterschiede zwischen den Taxlern. Freundlich, entspannt und immer wieder gab es auch Interessantes zu erfahren.

 

Mit dem Senai International Airport ist die Stadt auch über die Luft verlinkt und nicht zu vergessen die Überfahrt mit dem Schiff zu den Riau Inseln nach Indonesien. Nicht kostenintensiv aber interessant und man ist kurz mal in Indonesien gewesen. 

Und weiter mit der Stadtbesichtigung …

 

Ein kleiner Vorgeschmack hast du jetzt erhalten. Einen Link entfernt geht es zu einigen Sehenswürdigkeiten von Johor Bahru

 


E-Mail