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                        Hat Yai                                Märkte, Alltag, Grenzverkehr 

So ungefähr tausend Kilometer von der thailändischen Hauptstadt Bangkok entfernt, aber nur geringe sechzig  von der Grenze zu Malaysia, befindet sich Hat Yai.

 

Die letzte Station der Thailändischen Staatsbahn vor Padang Besar an der Grenze zum südlichen Nachbarn des Königreichs. Für alle jene ein Begriff, die über Butterworth nach Georgetown gereist sind oder wie es nicht selten der Fall ist, regelmäßig dorthin reisen. 

Hat Yai wird  wohl nicht jedermanns Sache und Reiseziel sein. Touristen aus dem sogenannten Westen bleiben hier nicht lange. Vielleicht eine Nacht in einem der vielen preiswerten Hotels sowie der Kauf eines Tickets für die Weiterfahrt. Mehr Gründe finden viele nicht.

 

Reiseagenturen gibt es hier, ebenso wie Hotels, mehr als genug. Für jene die touristisches Treiben suchen und den Blick auf das Meer bevorzugen ist Songhkla, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, mehr zu empfehlen.

 

Hat Yai ist mit seinen ungefähr 200.000 Einwohnern die größte Stadt dieser Provinz, jedoch nicht ihr Verwaltungszentrum. Der Aufschwung ging mit dem Bau des Eisenbahnnetzes einher und der gegenwärtige Grenzverkehr zwischen Thailand und dem südlichen Nachbarn trägt wesentlich zur weiteren Entwicklung der Stadt bei.

 

Aus dem angrenzenden Malaysia kommen viele um sich ein paar schöne Tage in der Stadt und ihrer Umgebung zu machen. Ein paar kleine Sehenswürdigkeiten, nette Märkte, die oben erwähnte Vielzahl an preiswerten Hotels, Reiseagenturen mit einen weitem Angebotsspektrum und gute Massagen machen den Aufenthalt mehr als angenehm. Fragen jetzt vielleicht einige meiner Leser welche Art von Massagen, so kann ich nur mit „beides“ antworten. 

Thailand und sein kulinarisches Kulturgut

 

Da sowohl in Thailand als auch in Malaysia „Essen“ ein nicht unwesentlicher Bestandteil der Alltagskultur ist, findet der Reisende auch in diesem Teil des Landes eine Vielzahl an kulinarischen Möglichkeiten. Chinesisch, typisch Thai oder ausgezeichnete Helal Re-staurants prägen wie Besucher und Einwohner das Stadtbild.

 

Märkte wo es so ziemlich alles gibt und die sich abends in einem Lichtermeer zeigen, im Treiben des Einkaufs und der Kulinarik ein Abbild Thailands bieten. Entspannte Kaffeepausen einlegen, Märkte besuchen und gute Massagen in Anspruch nehmen.

 

Zeit für Gespräche mit den Bewohnern ergibt sich allemal und man merkt schnell, dass einiges anders läuft als in den Regionen mit mehr Touristenaufkommen. Schnell fühlte ich mich wohl in dieser einfach wirkenden Stadt. Keine aufregenden Dinge schien es hier zu geben.

 

Eiine Stadt, wo der Reisende den Alltag erleben kann. Allerdings steckt mehr dahinter, sofern man Interesse hat solche Städte zu erleben. 

Santisuk Market – Ein Muss in Hat Yai

 

Zu Fuß unterwegs, lässt sich dieser große Markt, zwischen den Straßen Niphat Uthit 1 und Niphat Uthit 3, leicht erreichen. Alles scheint es hier zu geben, notwendige oder weniger notwendige Dinge.

 

Jedenfalls fand ich endlich zwei Paar Brillen welche meinen Anforder-ungen entsprachen und sich in den nächsten Wochen als sehr wider-standsfähig erwiesen. Auch die Auswahl an Schuhwerk und Hemden erschien mir verlockend.

 

Es scheint hier das Zentrum der Stadt zu sein. Ein Uhrturm, ein Springbrunnen, chinesische Tempel oder Moscheen, alle sind es wert besucht zu werden. Überschattet werden sie allerdings von den vielen Märkten in der Stadt. Zu Nacht oder am Tage, für jeden etwas. 

Von einem Café zum anderen, einem Stand zum Nächsten, ein bisschen Tratsch und zwischendurch eine große Auswahl verschiedenster Leckerbissen. So vergeht der Tag schnell und immer wieder stößt man auf Entzückendes. 

 

Wie das kleine Café an der Straße,  mit gutem Espresso und innen gut gekühlt. Außerhalb die Möglichkeit sich dem schwarzem Genuss in der Schwüle des Tages hinzugeben. Dem Treiben folgend und im ersten Stock befindet sich ein Zahnarzt. Zu ebener Erde Süßwaren und ein Stockwerk höher gleich der Zahnarzt.

 

Gleich neben der Toilette, und wie liebevolle dann noch eingerichtet , allerdings nicht so ausgewöhnlich für den routinierten Thailandbesucher, typisch Thai eben.

 

So streifte ich tagelang durch die Gegend ohne ein Gefühl von Langeweile. Abends Essen auf der Straße und wenn Fußball am Programm stand, gaben mir einige der vorhandenen Pubs die Möglichkeit der schönsten Nebenbeschäftigung der Welt zu folgen. So konnte ich Arnautovic und Stoke auch im Süden von Thailand folgen. 

Bekanntheit durch Hochschulen

 

Bekannt ist die Stadt auch durch die Beherbergung eines Campus der Universität „Prince of Songkhla“ und einer internationalen buddhis-tischen Hochschule mit dem Namen „Mahapanya Vidalayai“.

 

Ihren Namen hat die Universität nach Prinz Mahidol Adulyadej, ein Sohn von König Chulalongkorn (Rama V), dessen Bild man im ganzen Land auf Schritt und Tritt begegnet. Mahidol Adulyadej, selbst nie Herrscher, Vater des verstorbenen Königs von Thailand, seiner Hoheit Bhumipol Adulyadej (Rama IX) und dessen Vorgänger Ananda Mahidol.

 

Als „Vater und Vorreiter der modernen Medizin“ genießt der Prinz im Königreich einen großen historischen Stellenwert. Die im Jahre 2002 gegründete  buddhistische „Mahapanya Vidalayai“ Hochschule hat nicht nur durch ihre Lehrtätigkeit und die neunstöckige chinesische Pagode auf ihrem Areal Bekanntheit erlangt.

 

Gegründet durch einen Vertreter der „Mahayana“ Lehrmeinung und unterstützt durch den Obersten Patriarchen des „Theravada“ in Thailand, erlangte die Hochschule durch diese Einigkeit über die Grenzen hinaus Respekt und Ansehen. 

Meine Tage hier in Hat Yai waren gezählt, mein Busticket nach Johor Bahru in Malaysia besorgt und ab die Post in Richtung Singapur. 


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