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        Goddess of Mercy Temple         In Wohlgerüchen schwingende Spiritualität

Er ist der älteste chinesische Tempel in Georgetown, auch Kuan Yin Tempel genannt. Zu finden ist dieser Tempel an der Jalan Masjid Kapitan Keling. Nicht weit von der gleichnamigen Moschee. Siedler der Hokkien und Kanton Gemeinde waren es welche diesen Tempel zu Beginn des 19. Jahrhunderts begründeten. Ein feuerspeiender Drache am Dache des Sakralbaus ist als Wahrzeichen in die verschiedensten Reiseführer eingegangen. Unmengen an Tauben, riesige Räucherstäbe und deren dicke Rauchglocken machen das Ambiente hier aus. Wenige Menschen sind hier nie anzutreffen, an Festtagen kommt es allerdings zu einem starken Gedränge in und um das Gebäude.

Kuan Yin, dem zu Ehren dieser Tempel errichtet wurde ist ein Bodhisattwa weiblichen Geschlechts. Bodhisattwas sind Wesen anzusehen die nicht nur für sich selbst zur Erleuchtung streben. Sie stehen Anderen zur Seite die sich bemühen um das Nirvana zu erreichen

Räucherwerk und verschiedenste Devotionalien können an den angrenzenden Verkaufsständen erworben werden. Zumindest für mich ein Platz um länger zu verweilen. Nicht durchlaufen, fotografieren und dann schon zum nächsten Brennpunkt touristischer Begierde eilen. 

Nein, lass dir Zeit Reisender und gib dich dem spirituellen Alltag der chinesisch-buddhistischen Bevölkerung hin. Selbstverständlich in ansprechender Bekleidung - und nicht nur hier, auch in den Moscheen und den hinduistischen Tempeln. Sich treiben lassen von der Stimmung. Die Augen und seinen Geist in der Gegend tanzen und staunen lassen.

Die gegenüberliegende Straßenseite gibt dann noch „Little India“ von George Town frei. Auch hier wird, wie so in ganz Malaysia, spirituell als auch kulinarisch einiges geboten. Der farbenfrohe Sri Mahamariamman Tempel und die vielen  Verkaufsbuden der Umgebung mit all den kleinen Köstlichkeiten der tamilischen Küche. Südindische Kleidung für Damen, Musik und sonstiger Krimskrams welcher für Indien ach so typisch ist.

Sei es um für mehr Glück und Erfolg zu bitten oder wenn Männer mit der Zahl 9 am Ende ihres Alters ihre Ehrerbietung hier geben um Beistand zu erlangen. Spiritualität ist für mich stets etwas Schönes, das Vorhandensein von Höherem. Nicht sich selbst als Mittelpunkt des Universums zu sehen und in der Vorstellung zu leben alles ist machbar, lenkbar und kontrollierbar.


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