Südostasien, Indien, Wien und Überlegungen über die es zu schreiben lohnt
Südostasien, Indien, Wien und Überlegungen                                              über die es zu schreiben lohnt            

                       Der Mekong                        Strom und Lebensader in    Südostasien

Mekong bei Sonnenuntergang

Vielen ist der Mekong mehr als nur ein Fluss. Eine Art Mythos, welcher einmal gesehen werden muss. Für seine Anrainer ist er schlicht und einfach Leben. Wohlstand, die Zukunft ihrer Familien und Zufriedenheit im Alltag hängen eng zusammen mit dem Schicksal dieses über 4.000 km langen Stromes. Verfolgen wir seinen Weg. Dort, wo er mit seinem Wassermassen die ihn angrenzenden Länder fruchtbar macht.

 

Am Anfang steht China

 

Dem tibetischen Hochland entsprungen, führt dieser gigantische Fluss durch Südostasien. Nachdem er ungefähr 50 Prozent seiner Länge in der chinesischen Provinz Yunnan zurücklegt, arbeitet er sich durch Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam. Er verlässt China und fungiert als Grenzfluss zwischen Myanmar, dem ehemaligen Burma, und Laos. Das „Goldene Dreieck“ zwischen Myanmar, der Volksrepublik Laos und dem Königreich Thailand ist der Übergang vom Oberen zum unteren Mekong.

Laos: Luang Prabang

Durch Laos und Thailand

 

Luang Prabang, diese laotische Perle mit ihrer großen Geschichte, ihrem Ambiente aus frankophilem Stil und buddhistischer Tradition, ist die heimliche Hauptstadt der laotischen Volksrepublik. Der Fluss wird schiffbar und es beginnt die fruchtbare laotische Tiefebene. Es geht weiter in westlicher Richtung zur thailändischen Grenze.

 

Dann wieder östlich, um sich mit Vientiane, oder Vieng Chan, zu treffen. Vientiane, Hauptstadt von Laos, welche in den letzten Jahren von ihrem verschlafenen provinziellen Flair Abstand zu nehmen versucht und sich als kleine, sympathische Metropole am Mekong präsentiert.

Thailand: Nong Khai an der Grenze zu Laos

Der Mekong, der in den Jahren der Indochina Kriege als unüberwind-bare Grenze gegolten hatte, entwickelt sich mehr und mehr zum Anziehungspunkt von Touristen beiderseits der Grenze.

 

Im vorhin erwähnten Vientiane und im gegenüberliegenden thailändischen Grenzstädtchen Nong Khai. Zwischen 10 und 15 Meter differiert der Wasserstand während der Monsunzeit und der Zeit von Niedrigwasser. Eine Region wo Reis, Mais, Obst und auch Zuckerrohr gedeihen.

 

Als Grenzfluss zwischen den beiden südostasiatischen Staaten, verläuft der Mekong gen Süden bis Savannaketh und Pakse auf laotischer Seite. Die Überquerung mit Fähren stellt eine Attraktion für ausländische Touristen dar. Ob zwischen Nong Khai und Laos oder von Savannaketh nach Mukdahan. Ohne viel Aufwand können die Uferseiten gewechselt werden. Tempel und Pagoden, sowie die ethnische Einheit der in dieser Region ansässigen Bevölkerung, laden zum Hinsetzen und Staunen ein. Die Schönheit des Isaan liegt dem Betrachter hier zu Füßen.

Kambodscha: Tonle Sap

Weiter nach Kambodscha

 

Auf kambodschanischem Gebiet, verläuft der Strom weiter nach Süden über Kratie und Kompong Cham bis nach Phnom Penh. Hier mündet der Tonle Sap Fluss in den Mekong. Der Tonle Sap Fluss entspringt dem gleichnamigen See und ist die Wasserstrasse in die kambodschanische Hauptstadt. In Zeiten des Hochwassers werden gewaltige Wassermassen in den Tonle Sap Fluss gepresst, wodurch dieser gegen seine ursprüngliche Laufrichtung verläuft.

Am Mekong nach Vietnam

Das Ende in Vietnam

 

Von Phnom Penh geht es dann Richtung Vietnam, wo in der entzük-kenden Grenzstadt Chau Doc Halt gemacht werden kann. Eine Stadt, welche erst nach dem Sturz des Regimes der Khmer Rouge zur Ruhe gekommen ist. Bis dahin war sie oft Opfer der Raubzüge durch Truppen dieses menschenverachtenden Regimes.

 

Das Mekong Delta mit seinem an die 45.000 Quadratkilometer ist der Endpunkt unserer Reise mit dem Mekong. Die Region um das Delta stellt eines der fruchtbarsten Gebiete Vietnams dar und produziert enorme Erntemengen die das schnell wachsende Land dringend benötigt. Hier endet unsere Reise in Worten mit dem Mekong und seiner Schönheit, seiner bezaubernden Kulturen und der ansässigen Bevölkerung.

 

Es lässt sich nun mal nicht in Worte fassen, welchen Wert und Ausstrahlung der Strom für diejenigen hat die ihn besuchen und für jene deren Existenz von ihm abhängt.


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