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                   Chiang Mai                                  Im Norden von Thailand:           Tempel, Nachtmärkte und Trekking 

Chiang Mai

Im Norden des thailändischen Königreichs, lässt man dem Alltäglichen etwas geruhsamer seinen Weg gehen als es im umtriebigen Süden und in Bangkok der Fall ist. Die Luftqualität ist um einiges besser und das Klima nicht so drückend wie in Mittel- und Südthailand.

 

Thais sprechen von der „Rose des Nordens“ und wahrlich, diese Stadt ist weit entfernt vom Erscheinungsbild Bangkoks, der „Stadt der Engel“. Langsamer, ruhiger, vor allem überschaubarer zeigt sich Chiang Mai dem Besucher. Ob Sehenswürdigkeit oder Nachtleben, alles liegt überschaubar und ist leicht zu erreichen.

 

Eine Stadt die eine bestimmte Art von Lebensgefühl vermittelt. Siebenhundert Kilometer von Bangkok entfernt, am Ping liegend und ehemaliges Zentrum des Königreichs von La Na.

 

Ein Nachteil ist vielleicht in den Monaten April bis Mai vorzufinden wenn die Felder der Umgebung abgebrannt werden, und sich schwere Nebeldecken über die Stadt legen. Trotzdem, eine Stadt zum länger bleiben um Kultur und Leute besser kennen zu lernen. Es gibt also Grund genug ein paar Zeilen über dieses Schmuckstück des Nordens niederzuschreiben.

 

Folge mir in diesem Artikel zu ein paar der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Chiang Mai.

Tha Phae Gate in Chiang Mai

Vom Tha Phae Gate in die Altstadt von Chiang Mai 

 

Die Altstadt von Chiang Mai gleicht einem Viereck, umgeben von einem Wassergraben. Die Überreste bzw. wiederaufgebauten Teile der Stadtmauer lassen den Umriss klar erkennen.

 

Das Tha Phae Gate soll der Ausgangspunkt dieser kurzen Geschichte sein welche uns zu Wat Chiang Man, Wat Phra Singh und Wat Chedi Luang führen wird. Diese drei Wat sollten,  auch bei einem noch so kurzen Aufenthalt in Chiang Mai, nicht in der Reiseplanung fehlen.

 

Das Tha Phae Gate hinter sich, befindet man sich auf der Ratchadamnoen Road. Wir tauchen ein, wo Restaurants und Geschäfte sich mit Sehenswürdigkeiten zu einem besonderen Ambiente vereinen.

 

Hier, an der Ratchadamnoen Road, schlägt einer der berühmten Nachtmärkte der Stadt regelmäßig seine Verkaufsstände auf. Im Areal von Wat Pan On, an der Straße angrenzend, gibt es gutes Essen um sich die nötige Stärkung für einen ausgiebigen abendlichen Einkaufsbummel zu verschaffen.

Wat Chedi Luang in Chiang Mai

Wat Chedi Luang

 

Auf der Ratchadamnoen Road dann weiter bis zur Pra Pokklao Road. Links abbiegen und Wat Chedi Luang lässt uns willkommen heißen.

 

So ziemlich mitten in der Altstadt liegend, ist er für den Besucher durch seinen großen Stupa zu erkennen. Auf den erstem Blick gleicht dieser einer Ruine. Im 15. Jahrhundert christlicher Zeitrechnung erbaut und mit Gold bedeckt, wurde der Stupa durch ein Erdbeben zerstört und dann seinem Schicksal überlassen.

 

Erst in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts, erfolgte mit Hilfe der UNESCO und Japans die Renovierung. Das Ergebnis war jedoch nicht zufriedenstellend denn der für die Region typische Lan Na Stil ging dabei verloren.

La Na - Buddha in Mae Hong Son

Ein paar Worte über das Königreich Lan Na

 

Die nördlichen Provinzen des heutigen Thailand bildeten ungefähr das ehemalige Königreich von Lan Na. Was so viel bedeutet wie Millionen Reisfelder. Das Land der Millionen Reisfelder.

 

Das Gebiet von Lan Na ist, auch heute noch, sehr heterogen besiedelt. Shan, Karen oder Thai Yuan sind nur einige Ethnien welche die Bevölkerungsstruktur der Region prägen.

 

Nach seiner Hochblüte gelangte Lan Na im Laufe der Zeit in den Einflussbereich des mächtigen burmesischen Nachbarn. Die Entwicklung der Region und eine Abgeschiedenheit welche bis in das zwanzigste Jahrhundert hinein reichte, zeigen sich heute noch in der Eigenständigkeit von Kultur und Sprache.

Chiang Mai: Wat Phra Singh

Wat Phra Singh

 

Nicht zu übersehen, nicht zu verfehlen am Ende der Ratchadamnoen Road. Der Eingang durch Löwen flankiert und im 14. Jahrhundert begründet, beherbergt dieser Wat die Bronzefigur des Phra Sing Buddha. Angeblich wurde die Figur durch einen König von Chiang Mai aus Chiang Rai hier her gebracht.

 

Die in die Tiefe gezogenen Dächer des Viharn ( Tempelgebäude wo die großen Zeremonien eines Wat abgehalten werden) sind ein klassisches Merkmal der Lan Na Architektur.

 

Während der burmesischen Herrschaft dem Verfall preisgegeben, heute allerdings wieder ein Publikumsmagnet. Schon alleine die sehr lebensecht aussehenden, hier untergebrachten Mönchsfiguren sind einen Besuch wert. Manch Besucher, etwas irritiert, muss näher treten um sich der Nichtlebendigkeit zu vergewissern.

Besuch bei Freunden im Norden von Thailand
Chiang Mai

Hier endet die Ratchadamnoen. Eine Empfehlung möchte ich aber noch abgeben. Diese lange Straße mit ihren großen und kleinen Schätzen abgehen, bis zum Tha Pae Gate, dort wo unser Spaziergang begann. 

 

Auf die andere Straßenseite wechseln, und über die Tha Pae Road weiter bis zum Ping River spazieren. Vielleicht ein langer Weg aber es gibt hier viel zusehen für den neugierigen Besucher.  Bleibt uns noch Wat Chiang Man auf unserer kleinen Route durch die Altstadt.

Chiang Mai: Wat Chiang Man

Wat Chiang Man

 

Im 13. Jhdt. begründet, ist Wat Chiang Man Chiang Mais ältester Wat. Dort, an der Rajaphakinai Road, soll König Mangrai sein Lager aufgeschlagen haben um die Erbauung Chiang Mais überwachen zu können. Eine Stele im Ubosot verweist auf die Gründung der Stadt.

 

Zwei heilige Buddha Figuren, aus Kristall die eine und aus Stein die andere, sind Anziehungspunkt in diesem etwas abseits liegenden Wat. Ein Blickfang auch die fünfzehn Elefanten welche den Chedi Lang Lom, das Hauptgebäude der Anlage, tragen. Hier hat dann unser Spaziergang ein Ende gefunden.

 

Vieles gibt es noch zu sehen, zu erfahren und zu bestaunen in dieser kleinen, sympathischen Stadt im Norden Thailands. Einfach mal besuchen oder auf die nächsten Artikel von mir warten.


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