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                BJB und Hindutva                     Mit tödlicher Innenpolitik zum Erfolg

Seit Narendra Modi mit seiner BJP und ihren Bündnispartnern die Regierungsgeschäfte in Indien übernommen haben,  durchzieht  eine Welle von Diskriminierung und Gewalt das Land.  Muslime und Christen sind Opfer einer aggressiven hindunationalistischen Politik geworden.

Diskriminierungen  von Muslimen, Christen und politisch Anders-denkender sind an der Tagesordnung, werden politisch und rechtlich zementiert. Das gesellschaftliche Klima  ist in einem Ausmaß vergiftet, dass es für die nächste Zukunft schwer abzusehen ist wie es mit der innerstaatlichen Entwicklung in Indien weitergeht. Mit einer gefährlichen Politik werden Wahlen gewonnen. Modi und seine  treuen Vasallen bauen ihre Macht systematisch aus, bedienen sich rassistischer und diskriminierender Methodik und Rhetorik. Die Spaltung des Landes riskierend. Nein, absichtlich provozierend.

Unruhen und Konflikte zwischen den verschiedenen Bevöl-kerungsgruppen (Religionen, Kasten, Ethnien) waren auf dem Subkontinent schon immer Problem und Tagesgeschehen (noch weit vor der Aufteilung in Pakistan und Indien. Ein Produkt britischer Machterhaltung).  Jetzt werden schon verschlossen geglaubte Wunden aufgerissen, die Hetzer und ihr unterprivilegierter Mob durchziehen das Land mit Schwert und Flamme. Worte der Hetze werden dann zur Hetze durch Straßen und Dörfer, mit tödlichem Ausgang. Mit Sicherheit zu mehr Hass und Gewalt führend.

Verrohung des  gesellschaftlichen Alltags

 

Morde gegen muslimische Viehhändler,  die paranoide Vorstellung eines „Love Jihad“ (die Unterstellung, dass Liebe zwischen muslimischen Männer und hinduistischen Frauen einzig und allein der Konversion dient) und öffentliche Hinrichtungen von Muslimen durch den hindunationalistschen Mob. 

Ein des „Love Jihad“ bezichtigter Muslim wird öffentlich gefoltert, mit Benzin übergossen und angezündet, das ganze Geschehen noch gefilmt und  im Internet öffentlich zugänglich gemacht.  Unverfrorene Forderungen  für die Freilassung eines Vergewaltigers eines 8jährigen muslimischen Mädchens. Ein Verfall in einem Land wo Ethik, Moral und Zusammenleben stets oberste Staatspriorität hatten.  

 

>>> Rape as a political tool in India/Al Jazeera / Mariya Salim

Wenn christliche Schulen bedroht, Priester und Seminaristen verhaftet werden und ihnen Zwangskonversion zum Vorwurf gemacht, das ganze als Angriff aus dem Ausland (bedenke wie lange das Christentum, wie der Islam, eine prägende, gestaltende und loyale Kraft in Indien ist) dargestellt wird, dann hat Indien ein großes Problem. Christliche Schulen und muslimische Spitäler (beide genießen einen qualitativ hochwertigen Ruf) werden so zum Ziel von Hass und Gewalt. 

Gefährliche Mischung:

Unzureichende Bildung und eine Innenpolitik des Hasses

 

Eine Mischung aus mangelhafter und unzureichender Bildung, schlechter Lebensverhältnisse und dem verlockenden Rattenfängergeheul verantwortungsloser Politik,  führen eine Gesellschaft nahe an den Abgrund. Basierend auf der Ideologie der Hindutvabewegung, beginnt man mit dem Umbau der Gesellschaft in einen hinduistischen Götterstaat.

In einigen Bundesstaaten wurde der Verzehr von Rindfleisch bereits verboten, zum wirtschaftlichen Schaden vieler muslimischer Händler und Metzger. Die  jahrhundertelange Mogulherrschaft wird umgedeutet, Indien mit Hinduismus gleichgesetzt. Geschichtsbücher sollen umgeschrieben werden.  So wundert es nicht, dass solch Geistes Kinder sich auch über das Taj Mahal hermachen und es aus den offiziellen Tourismusbroschüren des Bundesstaates Uttar Pradesh streichen/streichen wollen.  Die finanziellen Mittel zur Instandhaltung wurden gestrichen und das Freitagsgebet soll verboten werden.

Der Subkontinent als Pulverfass

 

Wenn man sich veranschaulicht, dass es einem muslimischen Bevölkerungsanteil von über 14 %  (weit über 170 Millionen) und einen christlichen Anteil von knapp über 2 % gibt,  sieht der Beobachter auf welchem Pulverfass hier Politik gemacht wird.

Wie in Europa (Balkan, Andalusien, Zypern, Sizilien  und natürlich durch die jahrhundertelangen Auseinandersetzungen) ist der Islam in Indien ein fester Bestandteil der Kultur. Auch hier gelangen seit Jahren politische Kreaturen an die Oberfläche, gefördert durch die Feigheit und Unfähigkeit etablierter Partei, die auf den Zug von Rassismus, Diskriminierung und Spaltung aufspringen um Wahlen zu gewinnen.


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