Südostasien, Indien, Wien und Überlegungen über die es zu schreiben lohnt
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                       Bangkok:                      Tipps für Kurzzeitbesucher der thailändischen Hauptstadt  

Bangkok: China Town

Bangkok: Pulsierende Stadt - Zentrum von Thailand

 

Das pulsierende Bangkok ist für viele oft nicht mehr als ein Kurzaufenthalt bevor es auf die Weiterreise geht. Zu den Stränden Phukets oder Koh Samuis. Vielleicht in den Norden nach Chiang Mai zum Trekking. Wie soll diese kurze Zeit genutzt werden mag sich der Reisende denken.

 

Hier eine kleine Empfehlung, wie ein Tag in Bangkok, der Stadt am Chao Phraya, interessant und sympathisch gestaltet werden kann.

 

Wat Phra Kaeo, der Königspalast, Wat Po, Wat Arun und eine Fahrt mit dem Longtailboat in den Kanälen von Thonburi sollten Fixpunkte sein.

 

Möchte man Interessantes erfahren und ein paar nette Plätzchen sehen, so ist die Inanspruchnahme einer Agentur vor Ort nur zu empfehlen. Kleingruppengeführt und mit Guides welche der deutschen Sprache mächtig. 

Meine Empfehlung ist das Travel Service Bangkok welches ich selbst schon zweimal genutzt habe. Einfach aus Neugierde beim ersten Mal und aus Sympathie das zweite Mal. Dort werden „richtige“ Kleingruppen angeboten und die Guides sprechen gutes Deutsch. Der Reisende kann Fragen stellen oder sich Empfehlungen für die Gestaltung des Abends holen.

 

Begib dich mit mir auf eine kleine Stadtreise mit dem Travel Service Bangkok und lass dir etwas Lust auf diese bezaubernde Stadt machen. Die Abholung erfolgt von der Hotellobby oder von einem anderen gewählten, praktisch anfahrbaren Punkt in der Stadt. Ein geräumiger Bus mit exquisiter Innenausstattung, der Fahrer und der Guide sind die professionelle Begleitung für die nächsten Stunden.

Wat Phra Kaeo

Wat Phra Kaeo

und der

Königspalast

 

Zum ersten Mal in der Stadt, ist man von ihrer Unüber-sichtlichkeit und Umtriebig-keit überwältigt.

 

Alle Wege des Landes führen nach Bangkok. Hier, in der Stadt der Engel, ist das politische und spirituelle Zentrum Thailands.

 

Hier ist der Mittelpunkt der Nation, hier werden Staats-gäste empfangen und hier befindet sich der jadegrüne Buddha. Das Herzstück der Anbetung buddhistischer Pilger. Die Verlockung eines jeden Reisenden der diesen Ort aufsucht.

Von den Thais hoch verehrt, kam dieser Buddha durch die Umstände der Geschichte über Chiang Rai in das laotische Vientiane am Mekong. Nach dem die siamesischen Truppen die Stadt erobert hatten, brachte man das Prunkstück nach Thonburi. Der Stadtteil auf der gegenüberliegenden Seite des Chao Phraya wo Wat Arun seine Schönheit über den Fluss gleiten lässt. 

 

Wandmalereien und zahllose Buddha Statuen lassen den hoch oben thronenden Buddha vielleicht etwas klein erscheinen. Seine Geschichte, die edle Gestalt und die Aura welche ihm umgibt, lassen aber erkennen welche Kraft er auf die Gläubigen ausübt.

 

Trotz des vielleicht starken Andrangs ist es anzuraten inne zu halten und sich umzusehen. Teilhaben an der Schönheit des Anblicks und der Spiritualität welche von den Pilgern gelebt wird. Ein Stück vom Brustbein des Buddha soll im goldenen Chedi Phra Sri Rattana des Areals aufbewahrt sein. Er wurde nach dem Vorbild des Wat Phra Sri Sanpet in Ayutthaya nachgebaut.

 

Chedis sind Bauwerke die meist in Form eines Stupas errichtet wurden und als Aufbewahrungsort für Reliquien dienen.

Bangkok: Königspalast

Hinter Wat Phra Kaeo dann der Königspalast. Doch bevor man diesen so richtig zu Gesicht bekommt, ein unerwarteter Anziehungspunkt. Ein Getränkestand welcher stark frequentiert wird und an den heißen Tagen, und das sind nicht wenige, eine willkommene Erfrischungsmöglichkeit bietet.

 

Vom bisher Gesehenen überwältigt und dem Herumwandeln müde geworden, geht der Königspalast im Stile der italienischen Renaissance etwas unter. Dort wo hohe Staatsbesuche empfangen werden gelangen wir zu einem kleinen Touristenhighlight.

 

Die vor dem Palast postierten Soldaten sind in ihren schmucken Uniformen gerne Blickfang auf den Erinnerungsbildern der Reisenden aus aller Welt.

 

Erbaut wurde dieser Palast unter König Chulalongkorn. Jener Herrscher der als Rama V das Land modernisierte, die Leibeigenschaft aufhob und Siam vor den Klauen der Kolonialmächte bewahrte.

Wat Pho: liegender Buddha

Wat Pho und sein liegender Buddha

 

Gegründet in der Periode von Ayutthaya ist Wat Pho heute einer der großen Touristenmagneten in Bangkok. Trotz des hohen Besucheraufkommens geht nicht viel am imposanten Eindruck verloren.

 

Der Anblick des fünfzig Meter langen und fünfzehn Meter hohen lieg-enden Buddha ist ein wahres touristisches „eyecatching“. Reclining Buddha, die Pose in welcher er in das Nirvana einging, ist umgeben von einem Rundgang mit geschmückten Gebetsnischen und Opferschalen mit dem scheinbar nicht endeten Klingen einfallender Münzen.

 

An den Sohlen des Buddha findet man die einhundertacht Merkmale welche einen wahren Buddha ausmachen. Nur nicht von so manch unruhigen und hektischen Gruppen antreiben lassen. Den Anblick wahrnehmen und nach Verlassen des Gebäudes noch einen Rundgang in der Tempelanlage riskieren.

 

Viele kleine netten Ecken, eine international hoch angesehene Mas-sageschule wo das ermüdete Touristenbein Erholung erfahren kann und dann noch den Ubosot besuchen.

 

Dieses heiligste Gebäude einer jeden Tempelanlage beherbergt hier die sterblichen Überreste von Rama I, des Gründers der heute noch herrschenden Chakri Dynastie. Die Außenfront zeigt das Ramakian, die thailändische Variante des hinduistischen Ramayana Epos.

Wat Arun - Tempel der Morgenröte

Wat Arun – Tempel der Morgenöte

 

Mit einer Fähre geht es in das gegenüber liegende Thonburi. Der Stadtteil Bangkoks welcher die Hauptstadt von Siam gewesen ist.

 

Der vorhin schon erwähnte Begründer der Chakri Dynastie, Rama I, soll es gewesen sein der diesem Tempel seinen Namen gab als dessen Schönheit ihn in der Morgendämmerung betörte.

 

Im Laufe der Jahrzehnte wurde dieser Wat systematisch erweitert und seine Prangs immer prächtiger und höher.

 

Als Prang bezeichnet man einen Tempelturm der Khmer Architektur. Bunte Glassteine und chinesisches Porzellan bringen die Prangs von Wat Arun im Lichte der Tageszeiten zum Glänzen und Schimmern.

 

Der zentral liegende Prang ist über 70 Meter hoch und (sofern geöffnet) kann man über Treppen aufsteigen und einen wunderbaren Blick über den Chao Phraya und die Stadt erheischen. Dämonen und Affen tragen die jeweiligen Ebenen und es begegnen bizarre Figuren. An der Spitze Vishnu auf seinem Reittier Garuda thronend sowie Indra, der Hindugott, mit Erawan seinem Elefanten.

 

Die teilweise Verschmelzung von Hinduismus und Buddhismus kommt hier deutlich zum Ausdruck.

Tempel im Wat Arun

Ein kleiner entzückender Tempel, mit Glöckchen und Blumenmustern geschmückt, beherbergt einen Fußabdruck des Buddha und ladet ein sich kurz zu setzen. Nicht zu vergessen, die kleine am Tempelareal angrenzende Esszeile wo es wunderbare Suppen und gute thailändische Kost gibt. Geschmacklich gehen die Damen dort mit Sicherheit auf Wünsche der Besucher sein.

Mit dem Longtailboat durch die Klongs von Bangkok

Mit dem Boot durch die Klongs von Thonburi

 

Über den Chao Phraya in einen Seitenarm eingebogen, glaubt man sich in der Provinz. Die Beine ausstrecken und sich Häuser und Tempel ansehen. Den Kindern winken und ein bisschen smalltalk (geht immer, auch wenn man nicht der Sprache mächtig ist) mit den Anwohnern.

 

Kleine Verkaufsboote von netten Damen mit typischem Thaistrohhut bieten allerlei Brauchbares oder auch weniger Brauchbares an. Doch so ganz ohne Einkauf kann man nicht weiterfahren. Ein kleiner Snack sollte auf jeden Fall drinnen sein, der Erlös davon ist für so manche Familie hier nicht unbedeutend.

 

Dahin schippern, vielleicht ein kleines Nickerchen und wenn sich dann die Sonne langsam senkt, beginnt sich auch dieser Tagesausflug mit dem Travel Service Bangkok dem Ende zu zuneigen.

 

Ein schöner Tag geht zu Ende, doch Bangkok  oder „grungtheep“ wie es die Thais nennen, geht nicht schlafen. Die Guides der Agentur geben gerne Auskunft und Tipps über die vielen Möglichkeiten der Abend-gestaltung. Und glaube mir lieber Leser, da gibt es so viel Vorschläge, so viele Tage ist man gar nicht Bangkok.


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